
Matthias Pöhm, früher Softwareingenieur in Genf und gewählter Personalvertreter, hatte ein persönliches Schlüsselerlebnis. Er wurde während einer Mitarbeiterversammlung vom Chef aufgefordert, spontan etwas zum Thema „Personalvertretung“ zu sagen. Knallrot, mit bebender Stimme und schweißnassen Händen, stammelte er unkontrolliert etwas daher. Einzelne Mitarbeiter schauten betreten zu Boden – Es war peinlich ihn anzuschauen. Er hatte sich vollkommen vor der kompletten Mitarbeiterschaft blamiert. Das war der Auslöser für ihn, danach „wie ein Besessener“ Rhetorikkurse zu besuchen und immer wieder Gelegenheiten zu suchen, öffentlich zu reden. Sehr schnell wusste er viel mehr als seine Lehrer. 1995 entschied sich der „Strahlemann“ (Wirtschaftsmagazin Boom), seine Karriere als Softwareingenieur abzubrechen und machte sich als Moderator, Sprecher, Redenschreiber und Trainer selbstständig.
